Nützlinge im Garten – Serie 5/5: Zukunft der Nützlinge – Aufruf an alle!

Aufruf an alle

Mir liegt die Natur sehr am Herzen – deshalb an dieser Stelle ein Aufruf an alle:

Dass Insekten einen unentbehrlichen Bestandteil unserer Nahrungskette einnehmen, haben wir schon in der Schule gelernt. Ohne deren Hilfe werden die Blüten nicht befruchtet – und so gibt es keine leckeren Früchte.

Die Entwicklung der Insektenpopulation ist mehr als erschreckend: Forscher haben ausgewertet, dass die Masse der Fluginsekten in Deutschland seit 1990 um 76 % gesunken ist. Das ist sehr besorgnis erregend!

Und warum geht die Anzahl der Insekten so dramatisch zurück?

Weil immer mehr Gifte in den natürlichen Kreislauf einwirken, und somit das biologische Gleichgewicht stören.

Immer mehr giftige Abgase gelangen in die Atmosphäre. Bei Schädlings- und Unkrautbefall greifen immer mehr Menschen – ohne darüber nachzudenken, was sie der Umwelt damit antun – mal eben schnell zu giftigen Spritzmitteln.

Ich frage mich nur: muss das wirklich sein? Warum glaubt der Mensch, immerzu in den natürlichen Lauf der Natur eingreifen zu müssen? Wer gibt uns das Recht über das Leben der vielfältigen und wunderbaren Geschöpfe und Gewächse zu urteilen?

Mein Aufruf an alle lautet: Schafft mehr Lebensraum für unsere Nützlinge!

Jedem Einzelnen von uns ist es möglich, seinen Teil dazu beizutragen. Hier sind ein paar Ideen, was du tun kannst:

  • Lebensraum für die Nützlinge schaffen: darüber habe ich im letzten Beitrag bereits ausführlich berichtet
  • auf gefüllte Sommerblumen verzichten: achte bitte beim Kauf deiner Blumen darauf, dass die Blüten nicht gefüllt sind. Es gibt bei vielen Pflanzen “gefüllte” Sorten. Das heißt, die Blütenköpfe sind ganz mit Blütenblättern besetzt. Das sieht zwar toll aus, bietet aber den Insekten keinen Nektar.
  • Ganzjährig Nahrung anbieten: Bienen suchen das ganze Jahr über nach nektarreichen Pflanzen. Mit Blumen und Kräutern bietest du ihnen auch im kleinen Garten oder auf dem Balkon das ganze Jahr über einen besonderen Leckerbissen an.

Fazit:

Egal, ob du einen großen Garten dein Eigen nennst, oder einen kleinen. Selbst, wenn du überhaupt keine Erdflächen zur Bepflanzung zur Verfügung hast: Einen oder mehrere Blumenkübel bringst du sicherlich unter.

Damit trägst du einen entscheidenden Beitrag für das Wohlergehen unserer Umwelt bei. Du hilfst mit, das natürliche Gleichgewicht wieder herzustellen.

Und auch du wirst reichlich belohnt: es wird viel grüner in deiner Umgebung und du kannst dich am Anblick der farbenfrohen Blüten erfreuen. Außerdem kannst du die fleißigen Insekten beim Honigsammeln beobachten 😉

Damit sind wir nun am Ende der fünfteiligen Serie “Nützlinge im Garten” angelangt. Wie hat es dir gefallen? Hast du etwas vermisst? Teile mir deine Meinung dazu gerne in einem Kommentar mit 🙂